Es lohnt sich ... nicht ...

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Vater Unser

Vater unser – mein Vater?
Im Himmel – und auch bei mir?
Dieser Vater – naht er?
Ist er fort oder ganz nah hier?

Heiligen deinen Namen?
Wie soll ich dich nennen?
So wie die, die zu dir kamen
Und sprachen: ich will Gott bekennen?

Wer bist Du und wer bin ich?
Was für ein Reich richtest du auf?
Ein irdisch Reich, was bringt es mir?
Nehm` ich Vasallenschaft in Kauf?

Dein Wille soll geschehen
Im Himmel und auf Erden
Wie soll ich das verstehen?
Was ist und was soll werden?

Wo willst Du mit uns hin?
Kann deine Wege oft nicht sehn
Was ist das Ziel, was gibt uns Sinn?
Hilf uns in Zuversicht zu gehen

Unser Brot Herr gib uns heute
Uns, den Maden hier im Speck
Der Hunger nimmt zwar große Beute
Doch dieses Leid ist ganz weit weg

Vergib uns unsere Schuld
Kannst Du uns noch vergeben?
Hast Du immer noch Geduld
Oder heißt die Strafe: Leben?

Wie auch wir anderen vergeben
Ein bedingendes wenn-dann?
Wirst Du mir nicht vergeben
Wenn ich nicht vergeben kann?

Wenn Du vergibst, dann ist vergeben
Dein JA zu mir begreif ich kaum
Du stellst mein ganzes Leben
In weiten und befreiten Raum

Du kannst in die Versuchung führen
Doch bitte führ uns nicht hinein
Du lässt uns erfahrbar spüren
In allem wirst Du bei uns sein

Vater, so rette uns von dem Bösen
Das in uns ist und uns umgibt
Dein Sohn kam uns zu erlösen
Und hat sich bis ans Kreuz geliebt

Vater, du hörst alle meine Fragen
Ich habe noch viel mehr
Hilfst Du mit Herr beim Tragen?
Für mich sind sie zu schwer

Ich verstehe nicht den Terror
Und die Kriege unsrer Zeit
Kommst Du in allem noch vor
In Tränen, Blut und Leid?

Ja, erfahren hab`ich Dich
Und das will ich bekennen
Wenn manchmal auch der Zweifel schlich
Ich konnte dich erkennen

Herr, ich lobe Deinen Namen
Und ich bete mit dem Sohn
Wie alle, die vor Dich kamen
Und knieten vor Deinem Thron

Vater, Dein ist das Reich und die Kraft
Und die Herrlichkeit in Ewigkeit
Du bist der Schöpfer, der Frieden schafft,
Dir geb` ich meine Lebenszeit

Ich glaube, dass ...

... solang Gott bei uns ist, wir nichts zu befürchten haben. 
Mike Seidou, 18, Augsburg

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